Energiemanagementsystem

Energiemanagement-System

Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes!
Anbei ein Leitfaden um die Ziele zu erreichen:

Leitfaden Bundes-Energieeffizienzgesetz

Schwerpunkte:

  • Energielieferanten verpflichtet das EEffG zu Energieeinsparungen
  • Energieverbraucher ab 250 Beschäftigten haben „Managementverpflichtung" zu erfüllen
  • Einrichtung einer Monitoringstelle
  • Energieberater, Energiedienstleister, Energieauditoren: Qulitätsstandards und to do‘s

1. Ab wann

Verpflichtung der Energielieferanten beginnt: 1.1.2015

  • Energiemanagementsystem: Unternehmen haben ein Monat Zeit zu entscheiden, ob sie ein EMS einführen oder ein Energieaudit durchführen wollen => danach haben sie 10 Monate Zeit um ein EMS in vollständigem Umfang zu implementieren.
  • Energieaudit: Binnen elf Monaten nach Inkrafttreten der Verpflichtung ist erstmals ein Energieaudit durchzuführen. Danach alle vier Jahre.
  • Energieaudits, die VOR Inkrafttreten des Gesetzes durchgeführt wurden sind, unter Anwendung der Vierjahresfrist, entsprechend anrechenbar.
  • 2014 gesetzte Energieeffizienzmaßnahmen: sind auf das Folgejahr (2015) anrechenbar sofern sie dokumentiert wurden und nachweisbar sind. Eine Meldung an die Monitoringstelle muss in diesem Fall bis spätestens 14. Februar 2015 erfolgen!!!

2. Wer ist betroffen:

  • Energieverbrauchende Unternehmen: mehr als 249 Mitarbeiter (nicht in Köpfen, sondern in Vollzeitäquivalenten) ODER einer Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro UND einen Umsatz von mehr als 50 Mio. Euro pro Jahr.
  • Energielieferanten: Grundsätzlich gilt die Einsparverpflichtung für jeden Energielieferanten, der im Vorjahr entgeltlich Energie an Endenergieverbraucher geliefert hat. Ab 1.1.2015 sind jährlich Energieeffizienzmaßnahmen bei sich selbst, ihren eigenen Endkunden oder anderen Endenergieverbrauchern zu setzen. In Summe müssen sie von 0,6% des Energieabsatzes des Vorjahres an inländische Endkunden ausmachen. 40% der Maßnahmen sind im Haushaltsbereich zu setzen.
  • Ausländische Energielieferanten: sind erfasst, wenn sie österreichische Endkunden beliefern.

Ausnahmen

  • Energielieferanten, die zu mehr als 50 % im Eigentum eines anderen Unternehmens stehen, können im beidseitigen Einvernehmen dem Mutterunternehmen zugerechnet werden.
  • Bei Betrieben, die Prozesswärme oder Abwärme direkt an gewerbliche Letztverbraucher liefern, liegt keine Lieferanteneigenschaft vor.
  • Energielieferanten, die im Vorjahr weniger als 25 GWh an Energie an Endkunden in Österreich abgesetzt haben, sind für das jeweilige Jahr von der Verpflichtung ausgenommen (gesellschaftsrechtlich verbundene Kleinlieferanten sind zusammenzurechnen).
  • Nota bene: Lieferanten (Energie, Öl, Gas, Strom, Biomasse), die an Lieferanten liefern, sind nicht verpflichtet. Lieferungen ins Ausland fallen nicht unter das EEffG!

3. Ermittlung des Energieabsatzes und der Einsparung

  • Berechnungsgrundlage ist der Energieabsatz des Vorjahres an Endenergieverbraucher. Dies bedeutet, dass Eigenverbrauch und Weiterverkauf eines Energieträgers getrennt ausgewiesen werden müssen. Der Eigenverbrauch wird dem Vorlieferanten zugerechnet.

4. Maßnahmensetzung im Ausmaß des Einsparziels

  • Maßnahmen können im eigenen Unternehmen, bei eigenen Endkunden oder anderen Endenergieverbrauchern gesetzt werden.
  • 40% der Maßnahmen müssen im Haushaltsbereich getätigt werden. Wenn Energielieferanten auch Endverbraucher im Mobilitätsbereich beliefern, können sie auch dort Maßnahmen setzen.
  • Eine Maßnahme ist anrechenbar, wenn der Energielieferant sie gesetzt hat oder der Verfügungsberechtigte die Einsparungen an den Energielieferant übertragen hat.
  • Die Meldung des Energieabsatzes muss bis 14. Februar des Folgejahres erfolgen -> erstmals bis zum 14. Februar 2015.
  • ALLE MASSNAHMEN AUS 2014 SIND ANRECHENBAR
  • Meldung hat auch zu enthalten Firma, Firmensitz und Postadresse;
  • Alternativ zur Maßnahmensetzung können die Verpflichteten ihre Einsparziele auch mittels Ausschreibungen erfüllen. Das Ausschreibungsverfahren darf nicht länger als 6 Monate dauern.
  • Alternativ zur Maßnahmensetzung oder nach erfolgloser Ausschreibung kann auch eine Ausgleichszahlung in der Höhe von 20 Cent/kWh geleistet werden.
  • Allerdings müssen am Ende des Jahres bundesweit Maßnahmen im Ausmaß von mind. 2/3 der Gesamtmenge getätigt und keine Ausgleichszahlung geleistet worden sein, da es sonst zur Erhöhung des Ausgleichsbetrages durch VO kommen kann.
  • Bei Nichterreichung der Verpflichtung droht eine Verwaltungsstrafe bis zu 100.000 €

5. Meldung der Daten an die Monitoringstelle

  • Die Meldung des Energieabsatzes des Vorjahres muss immer bis zum 14. Februar des Folgejahres erfolgen, erstmals bis zum 14. Februar 2015.
  • Maßnahmen und Ausgleichsbeträge sind bis zum 14. Februar des Folgejahres zu setzen bzw. zu entrichten, erstmals bis zum 14. Februar 2016. Die Meldung umfasst auch Daten des Endverbrauchers, der die Maßnahme umgesetzt hat.